WLAN-Wetterstation

Wetterstation mit WLAN

So manches Hobby beginnt ganz harmlos und endet in semiprofessionellen Ausstattungen, die einiges an Geld kosten. Bei der Hobby-Meteorologie ist das nicht anders. Viele Enthusiasten haben irgendwann einmal mit einem Außenthermometer angefangen und sind mit wachsendem Interesse und Wissen schließlich bei einer veritablen Wetterstation gelandet. Allerdings begleitet einen immer die Frage, wie man möglichst genaue und verlässliche Daten erfassen und gleichzeitig eine zeitnahe und einfache Auswertung vornehmen kann. Beim erwähnten Außenthermometer fängt das schon damit an, dass kabelgebundene Sensoren meistens durch Fensterdichtungen verlegt werden müssen. Die kabellosen Varianten sind da deutlich einfacher zu installieren. Viel wichtiger ist aber, dass man mit einer kabellosen Wetterstation den Aufstellort im Rahmen der jeweiligen Reichweite frei wählen kann.

Die WLAN-Wetterstation - Bequemlichkeit ist nur ein Faktor

Ein frei wählbarer Aufstellort ist natürlich nicht nur wesentlich bequemer, er ist auch deswegen wichtig, weil man auf diese Weise bessere und präzisere Daten erhält. Einfachstes Beispiel: Temperaturerfassungen sollten bevorzugt im Schatten erfolgen, also muss der Sensor an einer geeigneten Stelle platziert werden, um überhöhte Werte zu vermeiden. Und so verhält es sich mit anderen Messwerten auch. Wind sollte man nicht in Bodennähe messen, Frost nicht unter dem Dach. Professionelle und semiprofessionelle Wetterstationen bieten heute eine Vielzahl an nützlichen Funktionen, die eine Fülle an Daten zur Auswertung bereitstellen. Natürlich bietet es sich an, für die Auswertung Computer zu verwenden. Schon lange kann man deshalb viele Wetterstationen mit dem PC verbinden und die Daten je nach Bedarf grafisch aufbereiten oder in Tabellen erfassen und eventuell ins Internet einstellen. Da ein Großteil der Haushalte schon heute mit WLAN vernetzt ist, bietet es sich natürlich auch an, die Wetterstation in ein bestehendes oder neu zu errichtendes WLAN einzubinden.

WLAN-Wetterstationen erfassen mehr Daten

Die Hersteller haben das erkannt und bieten mittlerweile eine Reihe von unterschiedlichen Lösungen an. Gängig ist die Variante, eine Funkwetterstation zu installieren, die ihre Verbindung über einen im Haus angebundenen PC oder Laptop realisiert. Obwohl viele Modelle auch über eigene Displays verfügen, bietet sich eine genauere Auswertung über die Funktionen des Computers an. Solche WLAN-Wetterstationen sind für die meisten Anwender voll ausreichend und verfügen über eine hohe Funktionalität. Der genaue Funktionsumfang hängt natürlich wiederum von der gewünschten Preisklasse und den Anforderungen des Benutzers ab. Inzwischen gibt es Modelle, die fast alle professionellen Messkriterien abdecken, zum Beispiel auch UV-Strahlung, Regenmengen oder sogar CO2- und Lärmerfassung. Besonders wichtig ist für eine genaue Messreihe aber stets eine möglichst enge Toleranz. Je nach den Ambitionen des Hobby-Meteorologen sollte die Genauigkeit im Zweifel wichtiger sein als irgendwelche Zusatz-Features, die er nicht wirklich benötigt.

Weltweiter Zugriff auf Wetterdaten dank WLAN

Die Smartphones haben die Art und Weise, wie wir das Internet und insbesondere WLAN nutzen, verändert. Die Tablet-Computer als große Brüder der Smartphones spielen ebenfalls eine immer größere Rolle. Daher bieten einige Hersteller von WLAN-Wetterstationen einen neuen Ansatz. Statt einer Anbindung an den PC können diese Modelle problemlos von Android- oder iOS-Geräten aus abgefragt werden. Steht das WLAN in Verbindung mit dem Internet, ist das dann sogar von unterwegs aus möglich. Diese Funktionalität wird nicht jeder Meteorologe benötigen, aber sie bietet sich beispielsweise dann an, wenn man mehrere Stationen an unterschiedlichen Standorten betreibt und die Daten nicht immer direkt vor Ort abfragen kann. Prinzipiell ist das aber mit allen Wetterstationen möglich, die ihre Daten nicht nur über das WLAN an einen angeschlossenen Rechner übermitteln, sondern auch direkt ins Internet stellen. Wem das aus Gründen der Datensicherheit nicht behagt, muss es nicht tun, doch für einige Benutzergruppen ist die schnelle Abfrage von Daten unabhängig vom Standort eben besonders wichtig. Bei der Auswahl einer WLAN-Wetterstation sollte also schon vorab der genaue Bedarf ermittelt werden. Welche Daten möchte ich erfassen? Auf welche Funktionen kann ich verzichten? Ist mobile Datenabfrage wichtig für mich oder genügt die direkte WLAN-Anbindung in einem lokalen Netzwerk? Wer sich zu Beginn diese Fragen stellt, kann am Ende viel Geld bei der Anschaffung sparen.